
Rund 40 Mitarbeiter aus dem Bereich der BRK-Breitenausbildung holten sich im Juli und am letzten September-Wochenende bei der Fortbildung „Fachlich und pädagogisch 2026“ wichtige Impulse für ihre Arbeit. Bei den Lehrgängen schufen sie die Grundlage dafür, ihre Lehrberechtigung zu verlängern, um ihr Erste-Hilfe-Wissen weitergeben zu können.
Von Frank Betthausen
Cham. Ohne Christoph Döpping keine Breitenausbildung beim BRK Cham! Seit 17 Jahren begleitet der Neumarkter als Lehrbeauftragter die Erste-Hilfe-Ausbildung bei unserem Kreisverband – hochprofessionell, menschlich und mit jeder Menge Hintergrundwissen.
Referatsleiter Stefan Raab nutzte den Abschluss der Lehrkräfte-Fortbildung „Fachlich und pädagogisch 2026“ am Sonntag, um Döpping für sein Engagement zu danken.
„Christoph schafft es, auch schwierige Inhalte verständlich zu erklären und immer wieder den praktischen Bezug herzustellen“, sagte er bei dem Termin im Lehrsaal der BRK-Kreisgeschäftsstelle in Cham und überreichte ihm einen handgefertigten Tonsanitäter als Anerkennung.
Teilnehmer opfern ihre Freizeit
Wie Raab erläuterte, nahmen heuer rund 40 BRK-Lehrkräfte an den beiden jeweils zweitägigen Fortbildungsblöcken im Juli und an diesem letzten September-Wochenende teil.
Ziel der in Kooperation mit der BRK-Bildungsstätte Hohenfels angebotenen Tagungen sei es, neue Impulse zu setzen und die Voraussetzungen für die Verlängerung der Lehrberechtigung zu schaffen.
„Für die Lehrkräfte bedeutet das vier Fortbildungstage in ihrer Freizeit. Sie nehmen sich diese Zeit, damit sie anschließend weiterhin Erste-Hilfe-Kurse durchführen und ihr Wissen an andere Menschen weitergeben können“, betonte Raab.
Unterstützung erfuhr Döpping durch Tobias Storm, der künftig ebenfalls im Bereich der Lehrkräfte-Fortbildung mitwirken soll.
Christoph schafft es, auch schwierige Inhalte verständlich zu erklären und immer wieder den praktischen Bezug herzustellen.
BRK-Referatsleiter Stefan Raab

Ein Schwerpunkt war diesmal das Thema „Thermische Notfälle“. In der „Zukunftswerkstatt Erste Hilfe“ ging es um die Weiterentwicklung des Unterrichts.
Manfred Maurer stellte die beim BRK im Februar erstmals erprobte VR-Technologie für die Reanimationsausbildung vor. Die Anwendung führt die Nutzer virtuell durch eine realitätsnahe Notfallsituation.
Maurer präsentierte als Projektleiter des Grenzüberschreitenden Rettungsdienstes mit Sitz in Furth im Wald außerdem die App „Notruf+“. Die Anwendung ergänzt den klassischen Notruf um digitale Funktionen – unter anderem bei der Standortübermittlung.
Angebote für Gehörlose
„Weit mehr als eine Randnotiz“ war für Stefan Raab der Umstand, dass der Kursabschluss am Sonntag auf den Internationalen Tag der Gehörlosen fiel.
Immerhin war unter den teilnehmenden Lehrkräften auch Alexander Brandl, der sich seit rund 15 Jahren in die Erste-Hilfe-Ausbildung für gehörlose Menschen einbringt und die Inhalte in Gebärdensprache vermittelt. Christoph Döpping begleitet ihn laut Raab seit 2011 in diesem Bereich.
Und noch einen besonderen Anknüpfungspunkt fand der Referatsleiter zum 27. September 2026. An diesem Tag wäre Josef Pongratz, der am 18. November 2007 verstorbene frühere Leiter der Breitenausbildung, 75 Jahre alt geworden.
„Die Arbeit, die ihm wichtig war, wird bis heute mit Leidenschaft fortgeführt“, betonte Raab. Christoph Döpping habe daran über viele Jahre hinweg seinen Anteil gehabt.