BRK-Bereitschaft steht dank ihrer Nachwuchsarbeit solide da

Frank Betthausen
Bereitschaftsleiter Herbert Berzl (links) ehrte mit Ludwig Berzl (2. von links), Franz Xaver Hofmann (3. von links) und Theo Amberger (3. von rechts) drei langjährige Rot-Kreuz-Aktive. Das Trio nahm auch von Bürgermeister Heinz Niedermayer (2. von rechts) und BRK-Katastrophenschutzleiter Tobias Muhr (rechts) Glückwünsche entgegen.

Bei der Jahresabschlussfeier im Kollmerhof in Rimbach erhalten die Aktiven, die im August das 75-jährige Bestehen ihrer Gemeinschaft gefeiert hatten, viel Lob für ihre ehrenamtliche Tätigkeit und ihr Engagement in der Dorfgemeinschaft. „Haltet weiter so zusammen, gewinnt noch mehr Junge und schaut, dass es so weitergeht!“, appellierte Bürgermeister Heinz Niedermayer an Bereitschaftsleiter Herbert Berzl und dessen Mitstreiter.

Von Frank Betthausen

Rimbach. In Zeiten, in denen viele Vereine um ihre Zukunft bangen oder sich mangels Nachfolgern in Führungsämtern auflösen müssen, steht die BRK-Bereitschaft Rimbach dank ihrer Nachwuchsarbeit stabil da – und das auch nach 75 Jahren. „Es ist nicht so, dass das BRK Rimbach einschläft. Es gibt kaum eine Veranstaltung, bei der keiner von uns dabei ist“, freute sich Bereitschaftsleiter Herbert Berzl am Montagabend bei der traditionellen Jahresabschlussfeier im Kollmerhof in seinem Rückblick auf 2025.

Der Rot-Kreuz-Funktionär, der im Frühjahr in seinem Amt bestätigt worden war („Es war eine Ehre, dass ich es wieder werden durfte“), hieß dort mit Felix Klein nicht nur ein junges Neumitglied offiziell willkommen. Er ehrte auch drei langjährige Aktive mit Auszeichnungsspangen für ihre treuen Dienste.

„Das verdient größten Respekt“

So erfuhr Franz Xaver Hofmann die Würdigung für 45 Dienstjahre. Über ein halbes Jahrhundert hinweg bringen sich Ludwig Berzl und Rimbachs Altbürgermeister Theo Amberger bei der Hilfsorganisation ein. 

„Das verdient größten Respekt“, betonte Katastrophenschutzleiter Tobias Muhr, der bei der Zusammenkunft die Grüße des BRK-Kreisverbands Cham überbrachte.

Herbert Berzl ließ in seiner Rückschau die wichtigsten Termine der vergangenen Monate noch einmal aufleben. Dabei erwähnte er die Teilnahme an großen Sanitätsdiensten – etwa beim Pfingstfest in Bad Kötzting, beim Drachenstich oder bei der Landesgartenschau in Furth im Wald – genauso wie Aktivitäten in der Dorfgemeinschaft. 

Die Hundestaffel begeisterte

Hier war die Bereitschaft unter anderem bei der Dorfmeisterschaft im Stockschießen, beim Preiswürfeln der Bayern-Fans und bei der Fronleichnamsprozession vertreten.

„Eine Bomben-Aktion“ war laut Bürgermeister Heinz Niedermayer der Besuch der BRK-Rettungshundestaffel im Ferienprogramm der Gemeinde, aus dem heraus weitere Berührungspunkte entstanden.

So war die Mannschaft von Fachdienstleiterin Martina Hackl nach entsprechenden Absprachen mit der Jägerschaft bereits zwei weitere Male in der Kommune zu Gast, um „auf einem wunderbaren Gelände bis hinauf zur Burg“ Übungen abzuhalten, wie es Niedermayer formulierte.

 Dafür müssen wir uns in der Zukunft stärken. Wir müssen uns dorthin ausrichten. 

BRK-Katastrophenschutzleiter Tobias Muhr über Herausforderungen durch die globale Sicherheitslage

Frank Betthausen
Bereitschaftsleiter Herbert Berzl (rechts) und sein Stellvertreter Louis Pscheidt (links) hießen mit Felix Klein bei der Abschlussfeier ein neues Mitglied offiziell willkommen.

Der BRK-Bereitschaft dankte er „sakrisch“ für den ehrenamtlichen Dienst und das Engagement, das die Mitglieder im abgelaufenen Jahr gezeigt hätten. „Ich könnte es mir nicht vorstellen, wenn ihr nicht dabei wärt“, sagte Niedermayer über die Fülle an Terminen im Dorf. 

Besondere Freude herrschte bei ihm über den Umstand, dass das BRK vor Ort in den vergangenen Jahren viele junge Aktive nachbekommen habe. „Da trägt die Arbeit Früchte. Haltet weiter so zusammen, gewinnt noch mehr Junge und schaut, dass es so weitergeht!“, appellierte er an Herbert Berzl und dessen Mitstreiter, die am 15. August nach intensiver Vorbereitung mit einem Festgottesdienst und einem abwechslungsreichen Programm das 75-jährige Bereitschafts-Bestehen gefeiert hatten. 

Die Ausbildung immer im Blick

„Was ihr da mit eurem Jubiläum auf die Beine gestellt habt, war enorm“, fand Tobias Muhr lobende Worte. Ins gleiche Horn stieß der frühere Kreisbereitschaftsleiter Norbert Winkler. 

Was die Ehrenamtlichen 2025 an Herausforderungen gemeistert hätten – nicht zuletzt bei der großen Katastrophenschutz-Übung „Flammendes Steindl“ in Lohberg oder nach dem Fund einer englischen Fliegerbombe in Cham im Juli – verdiene höchste Anerkennung, meinte der Ehrengast.

Eine Aussage, die er auch auf das Ansinnen der Verantwortlichen bezog, den Ausbildungsstand hochzuhalten. So absolvierten beispielsweise allein drei Rimbacher – unter ihnen Neumitglied Felix Klein – den Lehrgang zum Rettungsdiensthelfer. „Schön, dass ihr das gemacht habt“, sagte Herbert Berzl an ihre Adresse. „Solche Leute können wir immer brauchen.“

Ungeahnte Herausforderungen

Mehr denn je, wie Tobias Muhr in seinen Ausführungen aufzeigte… Er lobte in seiner Rede die Bereitschaften für ihre Schlagkraft, sah die BRK-Gemeinschaft, die seit jeher die Einsatzkräfte für Katastrophenlagen stelle, durch die weltpolitische Bedrohungslage allerdings auch vor ungeahnten Herausforderungen. 

„Sie werden hoffentlich nie eintreten. Aber: Dafür müssen wir uns in der Zukunft stärken. Wir müssen uns dorthin ausrichten“, richtete er einen Appell an alle Aktiven.