
Die Bereitschaft Cham 2 gilt beim BRK Cham als Allzweckwaffe. „Die Mitglieder der Rot-Kreuz-Gemeinschaft stehen seit Jahrzehnten für beeindruckende Arbeit, stellen sich dabei aber selbst selten in den Vordergrund“, fand Referatsleiter Stefan Raab bei der Jahresschlussfeier in der Klostermühle Altenmarkt lobende Worte.
Von Frank Betthausen
Cham. Die Bereitschaft Cham 2 ist beim BRK-Kreisverband so etwas wie die Allzweckwaffe. Egal ob bei Verpflegungs- oder Betreuungseinsätzen: Die Aktiven mit Michael Hilpl an der Spitze helfen überall dort, wo es „brennt“ und wo sie gebraucht werden – weit über die Stadtgrenzen hinaus.
Und: Sie tun das, wie BRK-Referatsleiter Stefan Raab in seinem Grußwort bei der Jahresabschlussfeier in der Klostermühle in Altenmarkt festhielt, „bei allem Engagement in bemerkenswerter Bescheidenheit“.
Die Mitglieder der Rot-Kreuz-Gemeinschaft, die im vergangenen Jahr rund 3400 Stunden Dienst für die Allgemeinheit leisteten, stünden seit Jahrzehnten für beeindruckende Arbeit, „stellen sich dabei aber selbst selten in den Vordergrund“, meinte der Vertreter der Kreisgeschäftsstelle.
Verlässliche Hilfe für die Bürger
Raab dankte den Ehrenamtlichen daher „umso bewusster und ehrlicher“ für ihr unermüdliches Schaffen bei Ausbildungen, Übungen und Einsätzen – im Rettungsdienst genauso wie im Katastrophenschutz, in der Psychosozialen Notfallversorgung oder in der Rettungshundestaffel. „Ohne dieses Engagement wäre eine verlässliche Hilfe für die Bevölkerung nicht möglich“, betonte er.
Ein Extra-Lob sprach er Bereitschaftsleiter Michael Hilpl sowie dessen Stellvertretern Katrin Zollner und Markus Hausladen aus, der seit 2025 zusätzlich als Kreisbereitschaftsleiter fungiert.
Ruhe und Menschlichkeit
Dank ihrer Ruhe, Umsicht und Menschlichkeit und dank des offenen Zusammenwirkens aller Mitglieder sei der gerne verwendete Begriff „große Familie“ in den Reihen der Bereitschaft Cham 2 mehr als eine Floskel.
„Er beschreibt sehr treffend, wie diese Gemeinschaft funktioniert“, meinte Raab, der sich an diesem Abend als aktives Mitglied über eine Ehrung für 35 Jahre freiwilligen BRK-Dienst freute. Maria Gmach gehört seit zehn Jahren der Bereitschaft an und nahm ebenfalls eine Urkunde entgegen.
Schön, dass ihr alle mitgeholfen habt!
Bereitschaftsleiter Michael Hilpl in seinen Dankesworten an die Aktiven

Ihnen und all seinen Mitstreitern sprach Michael Hilpl in seinem Rückblick seinen Respekt für die „teils sehr zeitintensiven Einsätze“ des vergangenen Jahres aus. „Schön, dass ihr alle mitgeholfen habt!“, sagte der Bereitschaftsleiter, der die Tätigkeiten seiner Mannschaft „gar nicht im Einzelnen auflisten wollte, weil es so viele verschiedene Aktivitäten waren“.
Die Sanitätsdienste in der Stadthalle, die kollegiale Unterstützung anderer Landkreis-Bereitschaften, etwa rund um die Landesgartenschau in Furth im Wald, oder die sanitätsdienstlichen Absicherungen beim Volks- und Frühlingsfest in Cham waren ihm dennoch eine Erwähnung wert – wie auch der große Verpflegungseinsatz während der Bomben-Evakuierung im Juli 2025 in Cham. „Schauen wir mal, was uns dieses Jahr alles bringt“, meinte Hilpl.
Der „Oberblutspende-Helfer“
Ein besonderer Dank galt Siegfried Iglhaut – der Bereitschaftsleiter bezeichnete ihn wertschätzend als „Oberblutspende-Helfer“ – für die Organisation und Begleitung der Blutspende-Termine. Für sein nimmermüdes Wirken erhielt der Aktive aus Falkenstein kräftigen Applaus.
Kreisbereitschaftsleiter Markus Hausladen sagte den Mitgliedern „Vergelt’s Gott“ für die Zeit, „die sie für den Dienst am Menschen aufbringen“. Gerade im Einsatz-Geschehen bleibe der persönliche Austausch oft auf der Strecke. Deshalb seien Abende wie dieser wichtig, um in kameradschaftlicher Atmosphäre zusammenzukommen.
Gemeinsam mit Michael Hilpl und Katrin Zollner nahm er im Anschluss die beiden Ehrungen vor. Wie zuvor Siegfried Iglhaut für seine Arbeit rund um die Blutspende applaudierte die Rot-Kreuz-Familie Maria Gmach und Stefan Raab mit großer Anerkennung – für zehn beziehungsweise 35 Jahre ehrenamtlichen Dienst.