
Die Mitglieder der Wasserwacht haben nach zwei Jahrzehnten ein neues Einsatzfahrzeug in Betrieb genommen. Diakon Alfons Eiber erbat bei einer Feierstunde am Perlsee den Segen Gottes für den Bus der Schnelleinsatzgruppe.
Waldmünchen. Nach 20 Jahren haben die Mitglieder der Wasserwacht Waldmünchen ein neues Einsatzfahrzeug erhalten. Wie Ortsgruppen-Vorsitzender Andreas Dietl bei der Segnungsfeier am Samstag berichtete, war der Mercedes Sprinter im März 2024 bei der Wasserwacht Bayern beantragt worden. Im Februar hatten ihn Aktive aus der Trenck-Stadt bei der Firma Binz abgeholt.
Der neue Bus der Schnelleinsatzgruppe (SEG), für den Diakon Alfons Eiber bei einer Feierstunde an der Wachstation am Perlsee den Segen Gottes erbat, ist nach den aktuellen Standards ausgestattet.
Er ist höher und größer als das Vorgängerfahrzeug. „Die Höhe ist auch deshalb vorteilhaft, da sich die SEG-Mitglieder darin im Stehen für den Einsatz umziehen können“, berichtete Dietl, nach dessen Worten die Ortsgruppe für Übungen und Einsätze „ab sofort bestens versorgt ist“.
Sicher zurück nach Hause…
Diakon Eiber betete für die ehrenamtlichen Aktiven in Waldmünchen. „Sie sind dort, wo Menschen Erholung suchen, aber auch in Not geraten. Das Einsatzfahrzeug soll euch stets sicher an den Einsatzort und, was noch wichtiger ist, sicher wieder nach Hause bringen“, sagte er.
Mitglieder der Vorstandschaft trugen die Fürbitten vor. Darin kam der Wunsch zum Ausdruck, dass Waldmünchens Wasserretter „in schwierigen Situationen den nötigen Mut aufbringen und einen kühlen Kopf bewahren“.
Und: Alle, die nach einem Einsatz mit belastenden Bildern im Kopf nach Hause kämen, sollten Trost sowie die Ruhe und Kraft finden, das Erlebte zu verarbeiten.
Im Landkreis Cham wird zusammengehalten.
BRK-Katastrophenschutzleiter Tobias Muhr

Bürgermeister Markus Ackermann hob den großen Beitrag der Blaulicht-Organisationen zur Sicherheitslage und zum Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung hervor. Die Einsatzschlagkraft sei durch den neuen SEG-Bus wieder voll gegeben.
Das Stadtoberhaupt wünschte „eine unfallfreie Fahrt“ und verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass der Sprinter im Idealfall nur für Übungen genutzt werden müsse.
Kreisbrandinspektor Norbert Auerbeck bezeichnete den Bus als „eine gute Investition“. Ohne die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, die dahinter stünden, sei der Betrieb eines solchen Fahrzeugs jedoch nicht möglich.
Lob für die Zusammenarbeit
Ähnlich sah es Bianca Drechsel, die Leiterin der Polizeistation Waldmünchen. Sie bedankte sich „für die gute Zusammenarbeit innerhalb der Blaulicht-Familie“.
BRK-Katastrophenschutzleiter Tobias Muhr hieb in die gleiche Kerbe. „Im Landkreis Cham wird zusammengehalten“, betonte er. Der neue Bus diene zum Schutz der Bevölkerung.
Ein Fahrzeug allein, griff er die Gedanken von Norbert Auerbeck noch einmal auf, „wäre nichts wert, wenn es keiner fahren würde“. Erst die vielen Ehrenamtlichen machten den Wagen zu dem wertvollen Hilfsmittel, das der Mercedes darstelle.
Nach dem offiziellen Teil hatten die Gäste die Gelegenheit, die Neuanschaffung auch von innen zu begutachten und sich bei einem Sektempfang auszutauschen.