
Tobias Muhr überreicht der Standortleiterin in Cham, Edith Schneider, eine Patenschafts-Urkunde – als symbolisches Dankeschön für die Unterstützung, die das Unternehmen dem BRK beim Ausbau seiner Katastrophenschutz-Strukturen gewährt.
Von Frank Betthausen
Cham. Edith Schneider sprach von einer „Herzensangelegenheit“: Die Standortleiterin der Ensinger GmbH in Cham hat am Freitag aus den Händen von Tobias Muhr eine Patenschafts-Urkunde in Empfang genommen – als symbolisches Dankeschön für die Unterstützung, die das Unternehmen dem BRK beim Ausbau seiner Katastrophenschutz-Strukturen im Landkreis gewährt.
5000 Euro stellt der Hersteller von Hochleistungskunststoffen und Verbundwerkstoffen der Hilfsorganisation in einem ersten Schritt zur Verfügung. „Für nächstes Jahr kann das Rote Kreuz mit der gleichen Summe planen“, kündigte Schneider dem Katastrophenschutzleiter bei einem Termin am Werkssitz im Gewerbegebiet Altenmarkt an.
Eine Stärkung des Ehrenamts
Das Geld ist wie weitere Spenden regionaler Unternehmen in den vergangenen Wochen für eine Initiative bestimmt, über die das BRK die Arbeit seiner ehrenamtlichen Kräfte stärken und für künftige Herausforderungen wappnen möchte. Dazu hat Tobias Muhr eine Patenschafts-Aktion ins Leben gerufen.
„Dieser Zweck ist ein ganz spezieller. Wir haben sehr überzeugt gesagt: Daran wollen uns beteiligen. Jeder von uns möchte, dass ihm geholfen wird, wenn er darauf angewiesen ist. Das wollten wir durch unser Engagement sichtbar machen – für die Mitarbeiter, unsere Familien, aber auch für das ganze Umfeld der Firma“, meinte Schneider.
Das Ganze kommt sehr, sehr gut an. Wir sind unglaublich dankbar für die Begleitung durch die heimische Wirtschaft.
BRK-Katastrophenschutzleiter Tobias Muhr

Ihr Großvater Wilfried Ensinger hatte das Familienunternehmen, dessen Zentrale sich im baden-württembergischen Nufringen befindet, 1966 gegründet. Die Ensinger-Gruppe ist heute an 33 Standorten – inklusive Verkaufsniederlassungen – vertreten und hat weltweit 2750 Mitarbeiter. In Cham gehen 600 Beschäftigte ihrer Arbeit nach.
Tobias Muhr dankte Schneider „von Herzen“ für das große Entgegenkommen. Über den Verlauf der Ende Oktober angestoßenen Patenschafts-Aktion äußerte er sich hochzufrieden.
Hallenbau rückt näher
„Das Ganze kommt sehr, sehr gut an. Wir sind unglaublich dankbar für die Begleitung durch die heimische Wirtschaft“, sagte er und kündigte „als Zeichen der Wertschätzung“ für das Frühjahr ein Patenschafts-Frühstück mit allen Spendern an.
Wie er aufzeigte, sollen die Zuwendungen für den Zivil- und Katastrophenschutz in Ausbildung und Ausstattung genauso fließen wie in entsprechende Unterkünfte – nicht zuletzt in den Bau einer Katastrophenschutzhalle in der Tiergartenstraße in Cham.
Das Vorhaben sei bei der jüngsten Sitzung des BRK-Kreisvorstands auf den Weg gebracht worden. „Wir sind guter Dinge, dass wir das Projekt bis Ende nächsten Jahres abgeschlossen haben“, sagte Muhr.