
Das Projekt in der Tiergartenstraße in Cham soll ab dem Frühjahr 2026 realisiert werden. „Wir sind dringend angehalten, diese Strukturen zu schaffen“, betonte Kreisvorsitzender Theo Zellner mit Blick auf künftige Anforderungen in diesem Bereich. Den Rückblick auf zehn neue Einrichtungen, die seit Januar 2024 im Landkreis entstanden waren, bezeichnete er als einen „einzigen Erfolgsbericht“.
Von Frank Betthausen
Cham. Zehn Neueröffnungen oder Inbetriebnahmen seit dem 1. Januar 2024: Die Beamer-Projektion an der Wand beziehungsweise die Folie, die Theo Zellner am Mittwochabend dem Vorstand des BRK Cham erläuterte, sprach Bände…
„Das ist ein einziger Erfolgsbericht“, sagte der Kreisvorsitzende mit Blick auf die PowerPoint-Präsentation, in der aufgelistet war, in welchen Bereichen der Sozialverband seine Aktivitäten und Standorte im Landkreis Cham in den vergangenen knapp 24 Monaten ausgeweitet hatte.
Die Übersicht, die Zellner vorstellte, begann beim sogenannten Flexi-Rettungswagen in Falkenstein und reichte über die Stellplätze des Rettungsdienstes in Arrach und Weiding sowie neue Tagespflege-Einrichtungen in Stamsried und Blaibach bis hin zu den Senioren-Wohngemeinschaften in Arnschwang und Rimbach.
Dazu kamen die Kinderkrippe cha13 in Cham und die beiden Kindertagesstätten in Runding sowie Wetterfeld.
Ein dichtes Netz in der Region
„Ich bin selbst immer wieder überrascht, wie dicht wir an allen möglichen Stellen in der Region wirken“, sagte Zellner vor dem ehrenamtlichen Führungsgremium, das bei seiner Zusammenkunft im Lehrsaal der Rettungswache nicht nur zufrieden auf eine Fülle an Projekten zurückblickte, sondern weitere Weichen für die Zukunft stellte.
So fällten die BRK-Entscheider unter anderem einen einstimmigen Beschluss für den Bau einer Katastrophenschutzhalle auf dem Gelände des Rettungszentrums in der Tiergartenstraße.
Als wichtigste Arbeits- und Planungsgrundlage brachte der Vorstand den Haushalt des Kreisverbands für das Jahr 2026 mit einem Volumen von rund 42,2 Millionen Euro auf den Weg.
„Das ist ein Unternehmen mit mittlerweile rund 750 hauptamtlich Beschäftigten“, sagte Theo Zellner über die Entwicklung des Etats, der im Jahr 2017 noch bei unter 25 Millionen Euro gelegen hatte. Und er ergänzte: „Wir gehören damit zu den großen, gut geführten Kreisverbänden in Bayern.“
Die staatliche Finanzierungslücke derartiger Maßnahmen bleibt als Grundsatzproblem.
BRK-Kreisgeschäftsführer Manfred Aschenbrenner

In dieser Rolle werde das BRK mit der Investition in die Fahrzeug- und Materialhalle in Cham den nächsten „guten Schritt in die Zukunft“ gehen, von dem nicht zuletzt das Ehrenamt profitieren werde. „Die neue Katastrophenschutzhalle drängt, um den künftigen Herausforderungen auf diesem Gebiet gerecht werden zu können. Das Thema drückt von oben herunter. Wir sind dringend angehalten, diese Strukturen zu schaffen“, betonte der frühere BRK-Präsident.
In den Augen von Kreisgeschäftsführer Manfred Aschenbrenner ist die Planung für das Bauwerk – es soll nicht ganz eine Million Euro kosten und Raum für neun Stellplätze und entsprechende Großfahrzeuge bieten – „in den vergangenen Tagen, in denen wir intern wichtige Gespräche geführt haben, richtig rund geworden“.
Den Spatenstich hält Katastrophenschutzleiter Tobias Muhr im Frühjahr 2026 für realistisch. Die Bauzeit schätzt er auf rund sechs Monate.
Auf lange Sicht bestens aufgestellt
„Wenn wir diese Maßnahme abgeschlossen haben, verfügt der Katastrophenschutz des BRK über eine Unterkunft, mit der wir in diesem Bereich auf lange Sicht bestens aufgestellt sein werden“, erklärte Manfred Aschenbrenner.
Mit Blick auf die zuletzt angestoßenen Unternehmer-Patenschaften – die Spenden aus der regionalen Wirtschaft für die BRK-Kampagne fließen in Teilen in die neue Halle – konnte sich der Kreisgeschäftsführer einen Denkanstoß nicht verkneifen.
Das Rote Kreuz in Cham habe mit seiner Finanzierung vor Ort einen verantwortungsvollen Weg gefunden, der nur über ein lokales Netzwerk der Hilfe möglich sei. „Die staatliche Finanzierungslücke derartiger Maßnahmen bleibt als Grundsatzproblem“, stellte er fest.