
Die Arbeiten für die neue Katastrophenschutzhalle des BRK in Cham liegen im Zeitplan. „Alle Ungereimtheiten sind geklärt, alle Herausforderungen sind gemeistert“, freut sich Christoph Althammer, dessen Betrieb bei den Bauleistungen als Generalunternehmer fungiert.
Von Frank Betthausen
Cham. Christoph Althammer hat keinen Zweifel: Dieses Vorhaben – die Errichtung einer Katastrophenschutzhalle für das BRK in Cham – wird ein Erfolg werden. Der Geschäftsführer der Pemflinger Baufirma sagt das mit großer Zuversicht – und das, obwohl bis in den Herbst hinein noch ein ganzes Stück Weg zu gehen ist…
Zwar habe es seit dem Spatenstich im April wegen Lieferengpässen die eine oder andere Verzögerung gegeben. „Aber: Wir liegen gut im Bauzeitenplan. Alle Ungereimtheiten sind geklärt, alle Herausforderungen sind gemeistert. Wir waren mit der Prüfstatik erfolgreich. Man kann das Projekt schon jetzt als gelungen bezeichnen“, sagt Althammer, dessen Betrieb bei den Bauleistungen in der Tiergartenstraße als Generalunternehmer fungiert.
Kostenrahmen eingehalten
Katastrophenschutzleiter Tobias Muhr ist ebenfalls sehr zufrieden – nicht zuletzt, weil der Kostenrahmen von nicht ganz einer Million Euro, den sich die Verantwortlichen beim BRK-Kreisverband gesetzt hatten, eingehalten werden kann. „Wir freuen uns auf die Fertigstellung“, sagt Muhr.
Bis Ende Oktober werde das rund 45 Meter lange, 14 Meter breite Gebäude, das oberhalb des BRK-Rettungszentrums entsteht und Platz für neun Großfahrzeuge sowie ein Materiallager bieten wird, fertig sein, bekräftigt Christoph Althammer.
„Bevor das schlechte Wetter kommt, werden die Fahrzeuge drinstehen. Das werden wir schaffen“, sagt der Unternehmer, nach dessen Angaben in wenigen Tagen mit den Arbeiten an der Betonplatte für das Bauwerk begonnen werden soll.
Im gesamten Gebäude werde dabei zur statischen Verstärkung keine Matte verbaut, sondern nur Rundstahl. „Wir müssen Eisen für Eisen einarbeiten, was entsprechend mehr Zeit kostet.“
Der Aufwand war es wert, weil der Aushub nach der Beprobung relativ einfach weggebracht werden konnte.
Bauunternehmer Christoph Althammer

Der Innenausbau – etwa die Elektroinstallation – ist laut Tobias Muhr „ganz am Ende vorgesehen, wenn die Außenhülle steht“. So sei im Zeitplan festgeschrieben, die Halle mit ihren Betonfertigteilen zwischen dem 7. und 18. September aufzustellen. Danach ist die Hebefeier geplant.
Die Herstellung der Außenanlagen – dabei gilt es unter anderem, den Innenhof zu asphaltieren – erfolgt 2027. Wie auch die Einweihung…
Seit April war auf der Baustelle fast ausschließlich im und am Untergrund „gewerkelt“ worden. „80 Prozent sind Bodenarbeiten und Fertigteile. Die Halle ist quasi Beiwerk und schnell aufgestellt. Deswegen war auf dem Areal sehr lang nicht wirklich etwas zu sehen“, erläutert Tobias Muhr.
Aufwändiger Bodenaustausch
Mit am aufwändigsten war bei all dem der Bodenaustausch. „Wir hatten viele Vermischungen und Auffüllmaterial aus früheren Zeiten, das aussortiert werden musste“, erklärt Christoph Althammer.
Aber: Der Aufwand sei es wert gewesen, weil der Aushub nach der Beprobung relativ einfach habe weggebracht werden können. An dieser Stelle hätten die Planer auch den Umweltgedanken nicht außer Acht gelassen und für eine nachhaltige Bodenverbesserung gesorgt.
So sei die Baugrube mit rund 1000 Tonnen zertifiziertem Ersatzbaustoff beziehungsweise umweltfreundlichem Recyclingmaterial befüllt worden.
Die Ungereimtheiten sind also geklärt, die Herausforderungen gemeistert… Damit wird der Traum von Tobias Muhr bald wahr werden. Er möchte „dem Ehrenamt im Landkreis Cham ein Dach über dem Kopf geben, das dringend nötig war und das es längst verdient hatte“.