Manfred Maurer: „Der Mensch in Not kennt keine Grenzen“

Petr Kunášek
Wie bei den vorherigen fünf Übungsterminen arbeiteten deutsche und tschechische Teams in Regensburg wieder Hand in Hand.

Nach sechs Salvator II-Übungen im BRK-Simulationszentrum in Regensburg zieht der Projektleiter des Grenzüberschreitenden Rettungsdienstes Bilanz. „Wir haben nicht nur geübt, sondern Vertrauen aufgebaut": Diese Aussage hat für die Rot-Kreuz-Verantwortlichen in Furth im Wald ganz großes Gewicht.

Von Frank Betthausen

Regensburg. Sechs Termine, sechsmal haben Rettungsdienst-Kollegen aus Bayern und Tschechien wertvolle Erfahrungen für ihren Arbeitsalltag mitgenommen: Im BRK-Simulationszentrum in Regensburg hat vor wenigen Tagen die letzte der Salvator II-Übungen stattgefunden, die das Kompetenz- und Koordinierungszentrum für den Grenzüberschreitenden Rettungsdienst mit Sitz in Furth im Wald während der aktuellen Förderperiode veranstaltet hat.

Das laufende Projekt trägt den Titel „Grenzüberschreitende Notfallrettung Bayern/Tschechien: Harmonisierung und Digitalisierung“ und läuft Ende 2026 aus.

„Die Termine in Regensburg haben uns gezeigt, was grenzüberschreitende Zusammenarbeit wirklich ausmacht. Wir haben nicht nur geübt, sondern Vertrauen aufgebaut, voneinander gelernt und aus zwei nationalen Strukturen ein gemeinsames Verständnis für die Hilfe am Menschen entwickelt. Denn der Mensch in Not kennt keine Grenzen“, betonte Projektleiter Manfred Maurer in seinem Fazit für die zurückliegenden zwei Jahre.

 Wir haben aus zwei nationalen Strukturen ein gemeinsames Verständnis für die Hilfe am Menschen entwickelt. 

GüRD-Projektleiter Manfred Maurer

Petr Kunášek
Jeweils acht Kollegen bei der jüngsten Salvator-Übung kamen von bayerischen und tschechischen Rettungsorganisationen, sechs Mitarbeiter entsandten die Leitstellen in der Region.

Den jüngsten Schulungstag, an dem es für die Teams aus Notfall- und Rettungssanitätern wieder vier Einsatz-Szenarien abzuarbeiten galt, hatte abermals seine Stellvertreterin Tereza Homolková zusammen mit Petr Kunášek vom Rettungsdienst des Bezirks Pilsen (ZZSPK) organisiert.

Die deutschen Teilnehmer stammten diesmal vom BRK Cham (vier Personen), von den Maltesern in Wald (zwei Mitarbeiter) und vom IMS Rettungsdienst Griesbach (Kreis Tirschenreuth; zwei Beschäftigte). Die tschechischen Vertreter gehörten dem ZZSPK (vier Kollegen), dem ZZS KVK (Rettungsdienst Karlsbad; zwei) und dem ZZS JčK (Rettungsdienst Südböhmen; ebenfalls zwei) an.

Außerdem entsandten die Integrierten Leitstellen Straubing (zwei Personen), Regensburg (eine Person), Oberpfalz Nord (eine) und Pilsen (zwei) Teammitglieder. Die Disponenten erhielten von Programmierer Josef Trefil die neuesten Informationen zur Software Babylon 2.

Als Dolmetscher für die Vor- und Nachbesprechungen sowie die Fachvorträge standen Šárka Kuthanová und Alexander Kříž bereit.