Mietvertrag für neue Tagespflege ist in trockenen Tüchern

Frank Betthausen
Flankiert von Yvonne Lautenschlager (rechts), der Leiterin der Ambulanten Dienste beim BRK Cham, und der künftigen Verantwortlichen für die Tagespflege in Runding, Petra Witte, setzten Kreisvorsitzender Theo Zellner und Bürgermeister Franz Kopp ihre Unterschriften unter den Mietvertrag.

Kreisvorsitzender Theo Zellner und Bürgermeister Franz Kopp besiegelten den zweiten wichtigen Punkt in der Zusammenarbeit zwischen dem BRK und der Gemeinde Runding. Der Betrieb in der Seniorentagesstätte – das Alltagsleben soll eng mit der vor wenigen Tagen eingeweihten Kita Haidsteinhörnchen verwoben sein – startet Anfang Februar.

Von Frank Betthausen

Runding. Zuletzt hatte in Runding mit den Einweihungsfeierlichkeiten und einem Tag der offenen Tür die funkelnagelneue Kindertagesstätte Haidsteinhörnchen im Blickpunkt gestanden. Am Mittwoch rückte bei den Gemeinde- und Rot-Kreuz-Verantwortlichen die im Nachbargebäude geplante Tagespflege in den Fokus.

BRK-Kreisvorsitzender Theo Zellner und Bürgermeister Franz Kopp unterzeichneten am frühen Nachmittag offiziell den Mietvertrag für die Einrichtung. Sie wird am 1. Februar 2026 ihre Pforten öffnen, täglich bis zu 15 Gästen Betreuungsmöglichkeiten bieten und soll im wöchentlichen Miteinander einen Brückenschlag zwischen den Generationen sicherstellen.

Die Leiterin stammt aus Furth

Yvonne Lautenschlager, die Leiterin der Ambulanten Dienste beim BRK Cham, nutzte das Treffen, um mit Petra Witte die künftige Leiterin der Seniorentagesstätte vorzustellen. Die Mitarbeiterin wird für jeweils 15 Stunden pro Woche für Runding und den Tagespflege-Betrieb in Arrach zuständig sein.

Die gebürtige Furtherin ist in Warzenried zu Hause und ist seit 1989 – überwiegend im stationären Bereich – in der Altenpflege tätig. 1996 schloss sie ihre Ausbildung zur Altenpflegerin ab, 2016 absolvierte sie ihre Fortbildung zur Pflegedienstleitung. 

In den vergangenen acht Jahren war sie bei einem privaten Anbieter in der Tagespflege im Einsatz. „Ich freue mich, dass ich jetzt zum Roten Kreuz stoße“, sagte Witte.

Auch der Fahrdienst steht

Yvonne Lautenschlager äußerte sich bei dem Termin in den mit großem Aufwand sanierten, früheren Räumlichkeiten der Glaubensgemeinschaft Ichthys ebenfalls hochzufrieden. „Wir haben alle Mitarbeiter vollzählig beieinander und haben auch den Fahrdienst mit zwei Herren besetzt.“ 

Insgesamt werden nach ihren Worten zehn Beschäftigte in der Tagespflege tätig sein. Zusammen mit der Kita nebenan hat der BRK-Kreisverband damit vor Ort 16 Arbeitsplätze entstehen lassen.

Theo Zellner sprach am Mittwoch von einem großen Vertrauensvorschuss. „Wir wollen dem gerecht werden – das ist unser Anspruch“, meinte er und sah in Runding über die Gemeinde und das Rote Kreuz als Betreiber „ein Stück Generationengerechtigkeit“ entstehen.

 Unser Ziel ist es, hier einen Ort der Begegnung zu schaffen und bei all dem eine gewisse häusliche Normalität zu wahren. Dabei sollen ganz besonders die Angehörigen entlastet werden. 

Yvonne Lautenschlager, Leiterin der Ambulanten Dienste beim BRK Cham

Frank Betthausen
Nur noch wenige Wochen, dann öffnen die Türen der neuen Seniorentagesstätte nicht mehr nur für Handwerker, sondern für bis zu 15 Gäste täglich. Yvonne Lautenschlager (links) und Petra Witte sehen dem Tag mit großer Freude entgegen.

„Unser Ziel ist es, hier einen Ort der Begegnung zu schaffen und bei all dem eine gewisse häusliche Normalität zu wahren. Dabei sollen ganz besonders die Angehörigen entlastet werden“, erklärte Yvonne Lautenschlager, deren Wunsch es ist, „dass die Leute gerne in die Tagespflege kommen und gut bei uns aufgehoben sind“.

Bürgermeister Franz Kopp – der Umbau des einstigen Ichthys-Gebäudes zu einem Generationen-Treffpunkt ist für ihn ein selbsterklärtes Lieblingsprojekt – hob die „reibungslose, angenehme“ Zusammenarbeit mit dem Sozialverband hervor. 

„Wir vertrauen euch – nicht nur aufgrund der langjährigen Erfahrung, die ihr in dem Bereich habt, sondern auch wegen der Wahrnehmungen, die wir in den vergangenen zwei Jahren bei unseren Gesprächen gemacht haben“, erklärte er. Die Kommunikation sei einfach und ohne große Reibungsverluste gewesen, befand Kopp.

„Für heuer im Endspurt“

Den Rot-Kreuz-Verantwortlichen gab er die Bitte mit auf den Weg, das Herzensthema „Jung trifft Alt“ umzusetzen. „Und wenn es bedeutet, dass die Alten den Jungen an manchen Tagen bloß beim Spielen zuschauen können“, meinte er.

Was die Arbeiten an den Grundstückszufahrten und in den sonstigen Geländebereichen angeht, befinden sich die Firmen laut Kopp „für heuer im Endspurt“. Das Pflaster ist vollständig verlegt – und auch beim Innenausbau geht es in den lichtdurchfluteten Räumen nur mehr um letzte Tätigkeiten. 

Die Möbel werden, wie Yvonne Lautenschlager informierte, in der dritten und vierten Kalenderwoche des neuen Jahres geliefert. „Danach steht einem Start zum 1. Februar nichts mehr im Weg“, betonte sie.

Interessenten für einen der Tagespflegeplätze könnten sich unter der Nummer (0 99 71) 85 00 85 42 in der Kreisgeschäftsstelle melden.