Roswitha Meier leitet den neuen WaldkindergartenRoswitha Meier leitet den neuen Waldkindergarten

Roswitha Meier leitet den neuen Waldkindergarten

BRK-Kreisvorsitzender Theo Zellner und Rodings Bürgermeisterin Alexandra Riedl unterzeichnen den Trägerschafts-Vertrag für die neue Einrichtung in Mitterkreith - und geben eine wichtige Personalie bekannt.

Von Frank Betthausen

Roding. Erst war es ein ferner Wunsch, dann eine konkrete Idee – und jetzt wird sie schnell Wirklichkeit: Am Montag findet im Rodinger Stadtteil Mitterkreith der Spatenstich für den neuen Waldkindergarten statt. Träger der Einrichtung, die am 1. September ihre Pforten öffnen wird, ist der BRK-Kreisverband Cham. Wenige Tage vor dem symbolischen Akt am 14. Juni unterzeichneten Bürgermeisterin Alexandra Riedl und BRK-Kreisvorsitzender Theo Zellner am Donnerstag im Rodinger Rathaus den Kooperationsvertrag zwischen der Stadt und dem Bayerischen Roten Kreuz. Und: Sie stellten zusammen mit BRK-Referatsleiter Stefan Raab und BRK-Kreisgeschäftsführer Manfred Aschenbrenner die neue Leiterin des Kindergartens vor: Roswitha „Rosi“ Meier.

Roswitha Meier ist 51 Jahre alt und wird die neue Einrichtung nach ihrem Wechsel zum BRK leiten. In ihrer Heimatstadt und der Region ist sie bestens bekannt und vernetzt – nicht zuletzt durch ihr Engagement als Kreisfrauenbeauftragte der Feuerwehr. 

„Naturnahe Pädagogik im Sinne der Nachhaltigkeit spielt heute eine große Rolle.“ BRK-Kreisvorsitzender Theo Zellner

„Wir sind gerne Partner der Stadt Roding an dieser Stelle“, betonte Theo Zellner und dankte der Kommunalpolitik dafür, dass sie auf diesem besonderen Erziehungssektor Verantwortung übernehme. Die Pädagogik habe sich in den vergangenen Jahren verändert, hielt er fest. „Naturnahe Pädagogik im Sinne der Nachhaltigkeit spielt heute eine große Rolle“, erklärte Zellner, der überall dort, wo es um Kinder gehe, „Hoffnung und Zuversicht“ ausmachte.

Eine Ansicht, mit der er bei Rosi Meier offene Türen einrannte. „Ich freue mich, dass mir das BRK das Vertrauen schenkt“, erklärte sie am Donnerstag. Die 51-Jährige aus Roding fiebert der Aufgabe nach ihrem Wechsel zum BRK entgegen. In ihrer Heimatstadt und der Region ist Meier bestens bekannt und vernetzt – nicht zuletzt durch ihr Engagement als Kreisfrauenbeauftragte der Feuerwehr. Sie sei gerne draußen in der Natur, bekräftigte sie mit Blick auf das Konzept des neuen BRK-Wald- und Naturkindergartens Mitterkreith. „Kinder sind mir das Allerwichtigste“, sagte sie.

Alexandra Riedl dankte dem BRK für die „tolle Arbeit“ in Roding – unter anderem in der Schnellteststation am Esper. Mit Blick auf die Vertragsunterzeichnung sprach sie von einem „positiven Termin in Coronazeiten“ und einem „großen Schritt“ auf dem Weg zur Eröffnung der Kindertagesstätte, die im Weiherhausweg in Modul-Bauweise aus Schiffscontainern errichtet wird. „Momentan sind wir sehr gut im Zeitplan“, zeigte sie auf und dankte Architekt Florian Brunner (Büro quadrat 45°) für die Umsetzung unter großem Zeitdruck.

„Wir sind gerne Partner der Stadt Roding an dieser Stelle“, betonte Theo Zellner bei der Vertragsunterzeichnung. Alexandra Riedl dankte dem BRK für die "tolle Arbeit" vor Ort - unter anderem in der Schnelltest-Station am Esper.

„Wir geben den Eltern die Planungssicherheit, dass wir die Kinder ab dem 1. September nehmen“, untermauerte Stefan Raab und wies wie Riedl auf das Entgegenkommen des SV Mitterkreith hin. In dessen Sportheim könnten die Kinder ausweichen, wenn das eigentliche Gebäude bis zum geplanten Einzugstermin doch noch nicht ganz bezugsfertig sein sollte.

Im neuen Kindergarten, in dem neben Meier drei weitere BRK-Kräfte arbeiten werden, stehen 20 Plätze zur Verfügung – aufgenommen werden Kinder ab einem Alter von drei Jahren. Stand Donnerstag gab es für das Kita-Jahr 2021/2022 bereits 17 Anmeldungen.

Alles in allem erreichten Stefan Raab nach eigenen Angaben bis dato 35 Anfragen von Eltern – ohne dass die Einrichtung je offensiv beworben worden wäre. Mit der ersten Erwähnung in der Zeitung stand bei Raab vor wenigen Wochen das Telefon nicht mehr still. „Das ist ein pädagogisches Konzept, das Anklang findet“, befand der Referatsleiter. Roswitha Meier bezeichnete er als „eine sehr, sehr gute Person, die sich nicht scheut, etwas Neues aufzubauen in schwierigen Zeiten“.

Theo Zellner lobte die neue Mitarbeiterin ebenfalls. „Sie ist eine Frau, die Verantwortung trägt – auch im Ehrenamt“, sagte der BRK-Präsident. Der Kreisvorsitzende zeigte mit dem Wald- und Naturkindergarten Arrach und der Kinderkrippe in Wilting nicht nur Orte auf, in denen sich das BRK bereits dem Schwerpunkt der Kindererziehung widmet. Er blickte auch in die Zukunft und erwähnte mit dem Kindergarten Stamsried und dem Waldkindergarten Waldmünchen auch Einrichtungen, die beim BRK gerade in Planung sind.

„Das ist ein pädagogisches Konzept, das Anklang findet. Referatsleiter Stefan Raab

Roding bezeichnete Zellner als einen Standort, „der ausstrahlt“, und zählte eine Reihe von Tätigkeitsbereichen auf, in denen sich das Rote Kreuz vor Ort engagiert – angefangen vom Rettungsdienst, über den Katastrophenschutz, die Bereitschaften, die Wasserwacht oder die ambulante Pflege bis hin zur Pflegestation in der Arnulfstraße. „Der Krankenhaus-Standort Roding hat in der Erhaltung schon einen Schwerpunkt durch das Engagement des Roten Kreuzes gefunden“, betonte er.

Manfred Aschenbrenner bezeichnete den neuen Waldkindergarten, dessen Name erst nach der Eröffnung zusammen mit den Eltern und Kindern gesucht werden soll, als „Volltreffer in einer außergewöhnlichen Zeit“.

Bürgermeisterin Alexandra Riedl (rechts) sprach mit Blick auf die Vertragsunterzeichnung von einem „positiven Termin in Coronazeiten“. Mit auf dem Bild (von links): Referatsleiter Stefan Raab, BRK-Kreisvorsitzender Theo Zellner, Kindergartenleiterin Roswitha Meier und BRK-Kreisgeschäftsführer Manfred Aschenbrenner

Der BRK-Kreisgeschäftsführer dankte Josef Zwicknagl, dem Leiter der Finanzverwaltung bei der Stadt Roding, für die Zusammenarbeit in den vergangenen Wochen. „Das wird etwas Gutes – und sicher hochprofessionell geleitet. Wir freuen aus auf die Zukunft“, sagte Aschenbrenner, ehe Theo Zellner und Alexandra Riedl ihre Unterschriften unter die Vereinbarung der Trägerschaft setzten.