Schlagkräftige Partner auf dem Wasser und an Land

Anton Bauer
Neben den Führungskräften und Aktiven der Wasserwacht dankte Praxisanleiter René Strietzel (rechts) allen Auszubildenden, „die diesen gelungenen Ausbildungstag zu einem besonderen Erlebnis werden ließen“.

Bei einem Praxistag mit der Wasserwacht Waldmünchen und der Kreis-Wasserwacht Cham trainierten die Notfallsanitäter-Schüler des BRK am Perlsee spezifische Einsatz-Szenarien.

Von Frank Betthausen

Waldmünchen. Wie sagte Rettungsdienstleiter Dominik Lommer? „Ausbildung wird beim Kreisverband Cham großgeschrieben.“ Bei einem Praxistag mit der Wasserwacht Waldmünchen und der Kreis-Wasserwacht Cham haben die Notfallsanitäter-Schüler des BRK am Perlsee spezifische Einsatz-Szenarien geübt. 

Der Termin fand unter Federführung von Praxisanleiter Benedikt Gruber statt. Unterstützung erhielt er durch seinen Praxisanleiter-Kollegen René Strietzel und nicht zuletzt durch die Wasserretter aus Waldmünchen mit ihrem Ortsgruppenleiter Andreas Dietl an der Spitze. 

Verhängnisvoller Stich

Die angehenden Notfallsanitäter konnten im Rotationsverfahren an vier Stationen ihr Können beweisen oder erweitern. Dabei galt es beispielsweise, einen Stand-Up-Paddler, der nach einem Insektenstich eine allergische Reaktion zeigte, mit dem Einsatzboot an Land zu holen und dort an den Rettungsdienst zu übergeben – inklusive weiterer Versorgung. 

An einer weiteren Station barg ein Rettungstaucher einen Ertrinkenden aus dem Wasser, um ihn zur Reanimation ans Ufer zu bringen. „Dabei tat sich eine weitere Herausforderung auf“, berichtete Strietzel. 

Der Taucher sei im Einsatzgeschehen mit der Person zu schnell aufgestiegen. Dadurch habe er sich eine Dekompressionskrankheit zugezogen, die von einem nachgeforderten Team adäquat habe versorgt werden müssen.

 Ein Extra-Lob haben sich die Wasserretter, Bootsführer und Rettungstaucher verdient, die sich als Mimen zur Verfügung stellten. 

Praxisanleiter René Strietzel

Benedikt Gruber
Dr. Fabian Seebauer, der Technische Leiter der Kreis-Wasserwacht, gab den Azubis am Samstag jede Menge praktisches Hintergrundwissen mit auf den Weg.

Dr. Fabian Seebauer, der Technische Leiter der Kreis-Wasserwacht, gab den Azubis am Samstag jede Menge praktisches Hintergrundwissen mit auf den Weg. So sei es etwa bei jedem Einsatz, der an einem Gewässer stattfinde, dringend erforderlich, auf den normalen Rettungshelm zu verzichten.

Denn: Bei einem Sturz ins kühle Nass werde dieser so schwer, dass es den Kopf der Person unter die Oberfläche ziehen könne. Anders als bei den Helmen der Wasserretter könne das Wasser aus dem Kopfschutz des Rettungsdienstes nicht mehr abfließen. 

Ebenso zeigte Seebauer auf, wie eine Rettungsweste korrekt angelegt wird und was an Bord eines Bootes zu beachten ist. 

Sie drehten eine Extra-Runde

Zum Ausklang ließen es sich die Verantwortlichen der Wasserwacht nicht nehmen, mit den Azubis eine Extra-Runde über den Perlsee zu drehen. 

Im Anschluss daran stärkten sich alle Beteiligten mit Grillfleisch- und Bratwurstsemmeln, die laut Strietzel – wie die Getränke – Dominik Lommer zur Verfügung gestellt hatte. 

Neben den Führungskräften der Wasserwacht dankte der Praxisanleiter allen Auszubildenden, „die diesen gelungenen Ausbildungstag zu einem besonderen Erlebnis werden ließen“. Ein Extra-Lob richtete er an die Wasserretter, Bootsführer und Rettungstaucher, die sich als Mimen zur Verfügung gestellt hatten.