VR-Brillen heben Erste Hilfe auf ein neues Niveau

Nicole Preiss
BRK-Kreisgeschäftsführer Manfred Aschenbrenner (links), Rettungsdienstleiter Dominik Lommer (rechts) und GÜRD-Projektleiter Manfred Maurer (2. von links) dankten Professor Dr. Markus Zimmermann (2. von rechts) und Anton Ruhland (Mitte) für die „wertvolle, wichtige Begleitung“.

Der gemeinnützige Verein Rettungszentrum Regensburg spendet fast 2000 Euro an den Grenzüberschreitenden Rettungsdienst. Mit dem Geld, das in die Reanimationsausbildung fließt, werden die Initiatoren in den Augen von BRK-Kreisgeschäftsführer Manfred Aschenbrenner zu „Geburtshelfern dieser Technologie im Landkreis Cham“.

Von Frank Betthausen

Cham. Beim Thema Erste Hilfe gehen die Verantwortlichen des Grenzüberschreitenden Rettungsdienstes (GüRD) in Furth im Wald mit der Zeit. In Zusammenarbeit mit ihren Partnern in Tschechien setzen sie künftig bei entsprechenden Schulungen spezielle Phantome und Virtual-Reality-Brillen ein. Die Technologie führt Nutzer in der Reanimationsausbildung virtuell durch realitätsnahe Notfallsituationen.

Möglich macht die Neuerung eine großzügige Spende des gemeinnützigen Vereins Rettungszentrum Regensburg (RZR), der sich zum Ziel gesetzt hat, die Qualität der Notfallmedizin in Ostbayern zu steigern.

„Wertvolle Begleitung“

Zur offiziellen Übergabe der Zuwendung in Höhe von 1980 Euro war Vorsitzender Professor Dr. Markus Zimmermann kürzlich mit Schatzmeister Anton Ruhland in der BRK-Kreisgeschäftsstelle in Cham zu Gast.

BRK-Kreisgeschäftsführer Manfred Aschenbrenner, Rettungsdienstleiter Dominik Lommer und GÜRD-Projektleiter Manfred Maurer dankten den Unterstützern dort herzlich für die „wertvolle, wichtige Begleitung“. Aschenbrenner bezeichnete den Verein RZR als „Geburtshelfer dieser Technologie im Landkreis Cham“.

 Wir werden die Phantome bei der Schulung unserer Einsatzkräfte, der Feuerwehren und der Polizei im grenzüberschreitenden Kontext verwenden. 

GüRD-Projektleiter Manfred Maurer

Dominik Lommer
Markus Zimmermann nutzte die Gelegenheit, die Technologie vor Ort zu testen. Rechts: Manfred Maurer als Beobachter

Initiiert hatte das Vorhaben Dr. Mathias Kalkum, der dem Verein Rettungszentrum Regional Oberpfalz-Nord vorsteht, nach einem Vortrag des GüRD-Teams zum Thema. 

Dem Zusammenschluss von Hilfsorganisationen, Behörden und Privatpersonen, die sich für die Notfallversorgung in der nördlichen Oberpfalz engagieren, gehören unter anderem die BRK-Kreisverbände Weiden/Neustadt und Tirschenreuth an.

Ein großer Vorteil

„Wir werden die Phantome bei der Schulung unserer Einsatzkräfte, der Feuerwehren und der Polizei im grenzüberschreitenden Kontext verwenden“, kündigte Manfred Maurer an. Der große Vorteil liege dabei „in der Umstellung von deutscher Sprachanweisung und Beschriftung ins Tschechische“.

Markus Zimmermann nutzte die Gelegenheit, die Technologie vor Ort zu testen. Sein Fazit fiel eindeutig aus. „Das Ganze ist sehr innovativ und hebt die Reanimationsausbildung auf eine andere Ebene“, betonte er.