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Bereitschaft Waldmünchen - Chronik

Jahreshauptversammlung 2018

Wegen mehrfachen Terminverschiebungen fand nun so spät wie noch nie im BRK Haus Waldmünchen die Jahresversammlung der Rot Kreuz Familie statt. Wie Dr. Peter Hering als Bereichsvorsitzender feststellte, war unter den mehrfachen Terminverschiebungen auch er beteiligt. Nichts destotrotz konnte er zahlreiche Rot Kreuz Mitglieder im vollbesetzten Lehrsaal begrüßen und mit dabei Dr. Hans Schneider als stellvertretender Kreisvorsitzender und Markus Hausladen der den Kreisbereitschaftsleiter vertritt. Herzlich willkommen hieß Hering seinen Vorgänger im Amt Dr. Hans Mank und Notarzt Dr. Klaus Hör. Hering freue sich über den guten Besuch und die ersten Presseberichte vom Neujahrsskispringen in Garmisch-Partenkirchen beweisen wieder, die BRK Familie in Waldmünchen war von der ersten bis zur letzten Minute im Jahr 2018 und genauso in diesem Jahr aktiv.

Als erste trat Elena Scherr, die mit Lisa Scherr die Leitung der Jugendrotkreuzgruppe innehat ans Rednerpult. Nach einem hoffnungsvollen Start der beiden jungen Damen musste Sie jedoch von einer längeren Unterbrechung der Aktivitäten im JRK berichten. Berufliche und schulische Gründe nannten die einzelnen Mitglieder für die notwendige Auszeit. Ganz untätig waren sie nicht, denn in Aus- und Fortbildung sammelten die Damen rund 500 Stunden und sind beim Helfer vor Ort Standort in Tiefenbach aktiv. Trotzdem sind die jungen Leute weiterhin auf der Suche nach neuen Mitgliedern.

Nun war Dieter Müller als Leiter der Bereitschaft Waldmünchen an der Reihe und er sprach von einem durchschnittlichen Jahr 2018. Von einige Highlights konnte er jedoch berichten. Da war der Besuch der integrierten Leitstelle in Regensburg und anschließend der Ausstellung „Körperwelten“. Sie ist sicher noch vielen in Erinnerung. Bei der Großübung „Roter Eber“ in Chamerau war natürlich auch die Bereitschaft Waldmünchen vertreten; hauptsächlich als Betreuungsdienst für die Verpflegung zuständig. Ein gutes Ergebnis erbrachte das eigene Marktplatzfest und der Ausflug im Herbst führte die Mitglieder zum Arberseehaus und dem angrenzenden Skisportzentrum. Eine gemütliche Weihnachtsfeier beendete das Jahr für die BRK Bereitschaft Waldmünchen. Der Mitgliederstand ist mit 46 aktiven und 29 passiven Rotkreuzlern unverändert, obwohl zwei Neuaufnahmen stattfanden. Abschied nehmen musste das BRK Waldmünchen von ihrem langjährigen Mitglied Peter Wagner. Bereits zwei neue Mitglieder im laufenden Jahr konnte Müller mit Karin Böhm aus Balbersdorf und mit Tobias Böhm aus Schönthal begrüßen.

Die Zahlen der BRK Bereitschaft:

Bei den Sanitätsdiensteinsätzen fielen 233 (391) Stunden an, Zahlen aus 2017 in Klammern

Aus- und Fortbildung971 Std.(992)
Rettungsdienst1296 Std. (1135)
Dienstabende178 Std.(329)
Mittelbeschaffung 481 Std. (100)
Sanitätsdienste  196 Std.(334)
mit einigen sonstigen Aktivitäten kamen insgesamt3719 Std.(3456)
im aktiven Bereich zusammen.

Die Fleißigsten Mitglieder der Bereitschaft sind:

1. Dieter Müller793 Std.
2. Nikolaus Scherr384 Std.
3. Andreas Urban338 Std.
4. Andrea Lommer317 Std.
5. Lisa Scherr294 Std.
6. Susanne Fellerer270 Std.

Mit Applaus und kleinen Präsenten wurden diesen sechs sehr aktiven Bereitschaftsmitgliedern gedankt.

Auszeichnungen für Bereitschaftsmitglieder gab es ebenfalls für langjährige aktive Mitgliedschaften.

5 JahreAndrea Lommer
15 JahreMarcus Urban
20 JahreSabrina Bücherl
20 JahreKatharina Höfele
35 JahreAnna-Maria Urban

Müller dankte allen Geehrten für die langjährige Treue und sein Dank galt insgesamt allen Bereitschaftsmitgliedern. Hering dankte Müller für den detaillierten Bericht und stellte fest, dass er als Leiter der Bereitschaft mit 793 Stunden täglich über zwei Stunden für das BRK unterwegs sei.

Die Zahlen für den Rettungsdienst stellte diesmal Nikolaus Scherr vor, denn der amtierende Wachleiter Walter Urban war verhindert und für die Rettungswache Waldmünchen musste einen leichten Rückgang der Einsatzzahlen verkündet werden. Vorerst stellte Scherr einige schwierige Einsätze des vergangenen Jahres vor und dabei die drei Rettungshubschrauber aus Regensburg, Straubing und Weiden, mit denen meistens zusammengearbeitet wird.   Einsatzzahlen der Rettungswache Waldmünchen. Zahlen 2017 in Klammern

Krankentransporte430(445)- 15-  3,49 %
Notfalleinsätze219(186)+ 33+ 15,06 %
Notarzteinsätze349(393)- 44- 12,60 %
Gesamteinsätze999(1026)- 27-  2,63 %


Dieser leichte Rückgang von 2,63 Prozent steht einem landkreisweiten Plus von 1,61 Prozent gegenüber. Der ehrenamtlich erbrachte Anteil der Stunden war mit 1997 Stunden (1.521) erfreulicherweise stark angestiegen und die fleißigsten ehrenamtlichen Mitarbeiter beim Rettungsdienst waren Stefanie Guldan mit 528 Std., gefolgt von Dieter Müller mit 475 Std., Annette Malterer mit 313 und Andrea Lommer mit 240 Std. und Susanne Fellerer mit 216 Std. Ein herzliches Vergelt‘s Gott sagte der Rettungsdienstler auch im Namen von Rettungsdienstleiter Michael Daiminger und dankte symbolisch mit einem kleinen Präsent. Herzlichen Dank sagte Scherr genauso den Aktiven der Unterstützungsgruppe für den Rettungsdienst (UGRD) für ihren wichtigen ehrenamtlichen Dienst. Dieses zusätzliche Einsatzfahrzeug rückte letztes Jahr 50 Mal zu Notfällen aus, wenn der reguläre Dienst selbst im Einsatz ist, oder keine Nachtschicht besetzt war.

Als reine Damenmannschaft ist der Frauenarbeitskreis Waldmünchen seit langen Jahren eine feste Größe in der Rot Kreuz Familie. Karin Betz berichtete über das vergangene Jahr. An je vier Blutspendeterminen in Waldmünchen und Schönthal sorgen die Frauen für die Registrierung und Verpflegung der Blutspender. Mithilfe ist auch angesagt beim Markplatzfest und dem Seniorennachmittag. Zusammen mit acht Monatsversammlungen sammelten die fleißigen 12 Damen im letzten Jahr 895 Stunden.

Vielen Dank dafür sagte Dr. Hering und bat mit Martin Kohlbeck den Leiter der mitgliederstärksten Gemeinschaft, der Wasserwacht nach vorne. Kohlbeck hatte diesmal keine Zahlen mitgebracht, dafür stellte er allen anderen Rot Kreuz Gemeinschaften die Unterstützung durch die Wasserwacht sicher. Neu angeschafft hat die Gruppe ein neues Boot für den Dienst am Perlsee und für die Ausbildung der eigenen Kräfte. Sorge bereitet der Wasserwacht der Schwimmunterricht im Aquafit. Nach dem Umbau stehen nur noch zwei Schwimmbahnen zur Verfügung und der fehlende Hubboden macht bei den Schwimmkursen eine Begrenzung der Teilnehmer auf max. 20 Kinder plus mehr Aufsichtspersonal notwendig. Bei dem jährlichen Seefest stößt die Wasserwacht personell an ihre Grenzen und bittet für dieses Event um Unterstützung. Ende März finden Neuwahlen bei dieser Gemeinschaft statt und evtl. gibt es dann einen detaillierten Jahresrückblick. Hering dankte Kolbeck für den kurzen Bericht und stellte fest, dass beim BRK in Waldmünchen die gemeinschaftübergreifende Hilfe selbstverständlich sei, und dies sei gut so.  

Die Zahlen für den Bereich Blutspende gab Andreas Urban als Organisator und Betreuer bekannt. Er übernahm seit Mitte letzten Jahres diesen Fachbereich, als Alfred Gillitzer krankheitsbedingt ausfiel. An den Spendeorten Waldmünchen, Rötz, Schönthal und Tiefenbach spendeten zusammen 1544 (1396) Männer und Frauen ihr wertvolles Blut. Davon waren 141 (67) Erstspender, was ebenfalls eine kräftige Steigerung bedeutete. Urban nannte als Ursache den Wettbewerb, den die regionalen Banken für die Feuerwehren ausgerufen hatten. Ein herzlicher Dank allen Spender und den Helferteams, sowie den Bürgermeistern für die Ehrungstermine sagte Andreas Urban und hofft, dass die Zahlen für dieses Jahr ebenfalls wieder so positiv ausfallen.

Neu bei der Jahresversammlung des BRK Waldmünchen gab es über die Aktivitäten des Helfer vor Ort Standortes in Tiefenbach zu berichten. Nikolaus Scherr als Ansprechpartner der BRK Helfer zeigte Fotos vom offiziellen Start am 15. Mai 2018 und seitdem sorgen die 10 Helfer/innen vom Malteser Hilfsdienst und vier Kräfte von Seiten des BRK für zusätzliche Sicherheit in der Gemeinde Tiefenbach. Bereits 57 Mal rückte das ehemalige Notarztfahrzeug des HvO Tiefenbach aus und Scherr zeigte die Einsatzschwerpunkte, die bis nach Treffelstein und Kleeberg führten. Zurzeit laufen beim BRK und beim MHD wieder Ausbildungslehrgänge und die neuen Kräfte werden die bisherigen Helfer unterstützen und entlasten. 

Zum Schluss berichtete Dieter Müller noch über den Bereich Ausbildung und hier gab es kaum Veränderungen.

23(20)Erste Hilfe Lehrgänge
5(5)EH-Fortbildungen
1(5) Juniorhelfer Ausbildungen
4(1)Vorträge Kindernotfälle
12(7)Frühdefi – Refresh Kurse
3(7)Herzlungenwiederbelegung mit/ohne Defi
2(11)Sonstige (SAN, Schulsanitätsdienst u.a)

Letztes Jahr wurden 425 (465) Personen in der Breitenausbildung bei 30 Veranstaltungen geschult und seit 2004 ist das Referat Ausbildung im Kreisverband Cham durchgehend ISO 9001 zertifiziert. Letztes Jahr konnte die erneute Rezertifizierung erfolgreich beendet und die Urkunde überreicht werden.

Bereichsvorsitzender Hering dankte allen Ausbildern für ihre wichtige Arbeit und bat nun als ersten Sprecher Dr. Hans Schneider um ein Grußwort. Der stellvertretende Kreisvorsitzende sei gerne der Einladung gefolgt und überbrachte die Grüße von Theo Zellner, dem Präsidenten des BRK. Hier in Waldmünchen habe Schneider den Eindruck, dass hier das Ehrenamt zu Hause sei, denn eine Gemeinschaft helfe der anderen und dies sei hier eine klare Selbstverständlichkeit. Wenn es hier Arbeit gibt wird nicht weggesehen, sondern angepackt und deshalb blicke er für den Bereich Waldmünchen sehr hoffnungsvoll in die Zukunft. Waldmünchen wird auch weiterhin sehr positiv von sich reden machen und dazu wünsche er viel Glück. An Dr. Hering überreichte er für die Jugendgruppen im Bereich Waldmünchen eine finanzielle Unterstützung. Für den verhinderten Kreisbereitschaftsleiter Norbert Winkler folgte ja Markus Hausladen aus Cham der Einladung nach Waldmünchen und er sagte allen ein herzliches Vergelt’s Gott für die immense geleistete Arbeit. Die Zusammenarbeit etwa mit Cham sei außerordentlich gut und dies wünsche er sich auch für die Zukunft. Er freue sich auf ein Wiedersehen bei der nächsten Übung. Vielen Dank allen Sprechern sagte abschließend Dr. Peter Hering und dankte den vielen Anwesenden im Lehrsaal des BRK Hauses. Seinen Dank richtete er an den gesamten BRK Kreisverband und an die Stadt Waldmünchen, wenn gleich diesmal kein Vertreter anwesend war. Hering sei nicht bange für das Rote Kreuz im Jahr 2019 und wünsche dem Jugendrotkreuz natürlich die erforderlichen neuen Mitglieder um die Aktivitäten wieder aufleben zu lassen.

BRK Waldmünchen Ausflug zum Elbsandsteingebirge

Knapp 50 BRK Mitglieder aus Waldmünchen und einige Gäste besuchten bei herrlichem Ausflugswetter die Stadt Pirna und das berühmte Elbsandsteingebirge. Als Reiseleiter für diesen 2-tages Ausflug der BRK Bereitschaft fungierte in diesem Jahr Dr. Klaus Hör, der den reiselustigen Gästen die Sehenswürdigkeiten der Sächsischen Schweiz nahe Dresden näherbrachte. Nur von einer Kaffeepause unterbrochen brachte sie der Reisebus mit Chef Josef Pfeiffer als Chauffeur direkt nach Pirna an die Elbe, wo die Bayern per Zug den zahlreichen Elbschleifen bis nach Schmilka folgten. Mittels Fähre setzten alle zum Kurort Bad Schandau über um dort die über 120 Jahre alte Bimmelbahn „Kirnitzschtal-bahn“ zu besteigen und zum idyllisch gelegenen Lichtenhainer Wasserfall zu gelangen. 

Nachmittags geht es zum „Neuschwanstein der sächsischen Schweiz“ wie Dr. Hör die imposanten Felsnadeln bei Rathen direkt neben der Elbe nannte. Dass dies keineswegs übertrieben ist, zeigten die Besuchermassen die an sonnigen Tagen wie diesen zu den Aussichtspunkten pilgerten. Auf den rund 300 Meter hohen Kalksteinsäulen der Bastei hat man einen unvergesslichen Ausblick auf die Elbschleifen und die benachbarten Berge bis nach Böhmen.

Bei einem dieser Berge, dem Lilienstein liegt das gleichnamige Hotel in dem der Samstag für die Reisenden zu Ende geht. Der Sonntag beginnt, wie der Samstag endete mit einer Sehenswürdigkeit, die diesen Namen zu Recht trägt. Die Burganlage Königstein liegt zwischen Bad Schandau und Pirna, welche König Wenzel I. von Böhmen im Jahr 1233 erbauen ließ. Das Gebiet gehörte damals zum Böhmischen Königreich. Bereits 1563 ließ Kurfürst August in der Burg einen Brunnen mit 152 Meter Tiefe bauen um die Wasserversorgung für das große Festungsareal mit 9,5 Hektar sicher zu stellen.  1813 kam sogar Kaiser Napoleon zu Besuch und war von der fantastischen Aussicht beeindruckt. In den beiden Weltkriegen diente die Festung als Gefängnis für Kriegsgefangene und heute ist sie ein touristischer Anziehungspunkt erster Güte. Nach dem beschwerlichen Auf- und Abstieg sehnten sich die Waldmünchener nach etwas Erholung und diese fanden sie auf einem Schaufelraddampfer. Diese Dinosaurier der Schifffahrt verkehren von Seußlitz bis nach Bad Schandau und für die Bayern steht die „Pirna“ bereit und stampft mit ihren 140 Dampf-PS ebenfalls seit 1898 durch die Wellen der Elbe. Letzte Eindrücke sammelten die Gäste am Zielort Rathen, bevor sie der Reisebus wieder durch die tiefen Elbtäler Richtung Heimat brachte. Viel Applaus erntete zu Recht Dr. Klaus Hör als er sich abschließend fürs Mitfahren bedankte und Bereitschaftsleiter Dieter Müller, der ebenfalls vielen Dank allen Teilnehmern sagte, hatte für den hervorragenden Reiseleiter ein passendes Präsent dabei.